Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Auszug als Leseprobe

...........Dieses Jahr sind es wieder viele Geschenke, die noch fertig werden sollen. Aber wie soll ich das nur schaffen? Das Bett hält mich gefesselt, weil meinem Kreuz die Salbe fehlt. Der Husten plagt mich ständig, da fehlt mir der Sirup. Nur wie könnt ihr das für mich besorgen?“

Alle Waldtiere haben sich unbemerkt um das offene Fenster gestellt und belauschten das Gespräch. Regungslos und mäuschenstill, standen die Tiere und wussten auch keinen Rat.

Zurück auf der Lichtung flog Meister Uhu auf einen Ast, und sprach zu Tieren.

„Jemand muss zu Frau Igel laufen, die hat eine große Apotheke in ihrem Bau. Bestimmt ist die Arznei für Ruprecht mit dabei.“ Da rief schon Rudi Langohr der Hasenvater, aus der Mitte der versammelten Tiere, „ich werde flink sein, damit die Arznei ganz schnell hier ist.

Da die Zeit eilte, machte er sich sofort auf die Hinterläufe. Mit wenigen Sätzen, durch den tiefen Schnee, war der Hase am Bau der Familie Igel. Rudi klopfte noch nicht an die Tür, er weis das die Igel jetzt Winterschlaf halten. Was soll er machen? Er kann nicht ohne die Medizin zurückkommen. Er nimmt seinen ganzen Hasen mut zusammen und klopfte, erst leise, dann immer lauter, bis er hörte, dass sich etwas im Bau der Igelfamilie bewegt.

Jetzt hörte er auch, wie sich Frau Igel lautstark beschwert. „Verflixt und zugenäht, wir halten doch Winterschlaf, wer stört uns da“, fluchte sie. Rudi zitterten die Hinter-und Vorderläufe gleichzeitig. Oje, vor der hatte jeder Respekt. Wenn der Guten mal was der Quere kam, hatte keiner was zu lachen. Rudi schlug sein Hasenherz bis zum Hals, mutig stellte er sich auf, blickte mit erhobenem Haupt und aufgestellten Ohren auf das was gleich, wutschnaubend zum Eingang im Igelbau kam.

„Was fällt dir ein, nuff-nuff, du Kohlfresser, mitten in der Nacht so einen Lärm zu veranstalten“, schimpfte die aufgebrachte Igelmutter. Dabei fuchtelte sie mit der Schürze, die sie gerade noch ummachen wollte.

„Sie…, ach Frau Igel…, es ist etwas Schreckliches passiert!“, stotterte Rudi ganz aufgeregt, „ der Ruprecht liegt krank im Bett, dem fehlt Preiselbeersirup und Salbe, sonst können die Geschenke kein Weihnachten feiern, und die Kinder bleiben bei dem kaputten Spielzeug in den Regalen liegen und“, das war Frau Igel ein zu großes Durcheinander.

„Stop, nuff nuff, Schlappohr du hast doch nicht etwa am heller lichten Tag Fichtenwasser getrunken, nuff, nuff?“

„Nein, nein, liebste Frau Igel, ich bin nur aufgeregt.“ Rudi schnappte noch mal tief nach Luft, „also der Weihnachtsmann braucht aus ihrer Apotheke noch Preiselbeersirup, gegen den Husten, und die Ringelblumensalbe von, gegen die Rückenschmerzen.“

„Ach so, dann sag das doch gleich und stammle nicht so rum. Der schafft seine Weihnachtsvorbereitungen nicht, wenn er länger das Bett hüten muss. Ich verstehe schon. Also komm rein und warte im Gang, ich hol dir alles.“Dann verschwand sie eiligst im Gang der Apotheke. Mutter Igel ist eine herzensgute Frau, die immer hilft, so auch diesmal. Als sie zurückkam mit einem Beutel, in dem die Medizin war, und dem Hasenvater in die Vorderläufe gab, meinte sie, „Rudi, lauf schön vorsichtig aber beeil dich, und wenn es Ruprecht nicht reichen sollte, dann komm noch mal her.“ Dabei lächelte sie wieder und Rudi fiel ein großer Stein vom Herzen. Mutig, im schnellem Lauf, kehrte er zurück zu den Tieren auf die Lichtung. Die hatten inzwischen einen Trampelpfad von der Futterkrippe zur Holzhütte und von dort zur Scheune ausgetreten, damit Ruprecht es leichter hat, wenn er wieder auf den Beinen ist. Rudi Langohr hing den Beutel mit der Medizin an die Haustürklinke von der Holzhütte.

Der Weihnachtsmann staunte nicht schlecht, als er die Arznei sah. Er nahm sie ein und schaute dabei durch das Fenster. Überrascht sah er, dass jemand Schnee geschoben hat? Ihm viel auf, das die Waldtiere vor der leeren Futterkrippe stehen und auch keine Futterringe mehr an den Ästen hingen. Schnell zog er sich warme Sachen an, legte einen dicken Wollschal um den Hals, und setzte seine Pelzmütze auf. Dann zog er noch Winterstiefel an und nahm den großen Schlüsselbund, den es nur im Märchenland gibt. Zuerst holte er für die Futterraufe Heu, dann Möhren, Eicheln, Kastanien, Mais für die Futterstellen im Stroh. Für die Vögel hatte er Körner und Futterringe, die er gleich an die Äste hing. Er wunderte sich gar nicht, dass die Tiere um ihm standen, oder.................. 

 

https://www.amazon.de/dp/B07L19M2R6/

besucherzähler gratis

Counter123.de